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Haasow - Ortsteil der Gemeinde

Neuhausen/Spree

im Landkreis Spree-Neiße

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Chronik

 

 

der Haasower Feuerwehr

Im Juni 1928 wurde die Haasower Feuerwehr von einer kleinen Anzahl aktiver Bürger gegründet, um die Bewohner des Dorfes und deren Eigentum vor den Gefahren des Feuers zu schützen.

 

Am Standort des Gerätehauses befand sich der ehemalige Dorfteich. Im Gerätehaus, welches in der damaligen Zeit auch der Verwahrung von Dieben und Trunkenbolden diente, stand eine Handdruckspritze.

 
 

Das alte Feuerwehrhaus steht seit 1928 (fotografiert im Januar 2009)

Die Anschaffung einer größeren Spritze erforderte 1938 die Vergrößerung des Gerätehauses. Gleichzeitig kam es zum Anbau des Trockenturmes, der jedoch eher als Türmchen zu bezeichnen war. Zu den großen technischen Errungenschaften zählte der Mannschaftswagen Opel-Blitz, der noch vor Beginn des 2. Weltkrieges zur Verfügung stand. In den Kriegswirren ging die Ausstattung verloren, und man musste wieder von vorn anfangen. Lange Jahre stand dann ein Tragkraftspritzenanhänger (TSA) und die alte Handdruckspritze im Gerätehaus. Den TSA zogen die Feuerwehrmänner zu Ausbildungszwecken und Brandeinsätzen innerhalb des Ortes grundsätzlich von Hand. Nur bei Einsätzen außerhalb Haasows wurde ein Pferdewagen vorgespannt.

Alfred Bubner war bis 1948, immerhin 20 Jahre, Wehrleiter in Haasow. Er hatte durch seine Tätigkeit als Postbote stets gute Verbindungen zu den Bürgern der Gemeinde.

1948 bis 1951 gab es mehrere Wechsel an der Spitze der Wehr. So waren Arno Müller und Paul Wenske die Wehrleiter. Im Jahre 1951 übernahm Hans Budich diesen schweren Posten.

1955 brannten mehrere Scheunen im Nachbarort Dissenchen. Wolfgang Kättlitz fuhr mit seinem Gespann und dem erwähnten Tragkraftspritzenanhänger die Männer zum Einsatzort. Bei den damaligen Straßenverhältnissen war schon der schnelle Transport eine Herausforderung.

Aber auch im eigenen Ort gab es einige Einsätze in dieser Zeit. So verhinderten die Kameraden mit ihrer einfachen Technik einen Scheunenbrand, verursacht durch Blitzschlag und einen Räucherkammerbrand, bei dem die Feuerwehr Cottbus mit Atemschutz helfen musste. Brände an der Bahnstrecke Cottbus-Forst, Kornfeldbrände und kleinere Waldbrände waren weitere Einsatzstellen der Brandbekämpfung.

1958 gab es das große Hochwasser, das in vielen Teilen des Ortes Straßen und Höfe überflutete. In der Nähe des Spritzenhauses stand das Wasser besonders hoch. Die Kameraden der Feuerwehr transportierten mit einem von der Cottbuser Wehr bereitgestellten Fahrzeug die Bürger über diese besonders überflutete Stelle der Dorfstraße. Auf Grund des sehr hohen Grundwasserstandes zählte auch das Auspumpen von vollgelaufenen Kellern, besonders der Keller von Schule und Kindergarten, zu den anstehenden Aufgaben. Nicht zu vergessen sind die Brandwachen bei Kinoveranstaltungen, die es auch in Haasow gegeben hat. Besonders in der Erntezeit waren im Bereich des Brandschutzes in der Landwirtschaft große Anstrengungen erforderlich.

In den 60er Jahren ging man daran eine Tageslöschgruppe aufzubauen, da viele Kameraden der Wehr nicht mehr im Ort arbeiteten. Nach Hans Budich und Harald Schulz übernahm 1963 der Kamerad Bernhard Nowka die Funktion des Wehrleiters. Ab Mitte der 60er Jahre war die Feuerwehrmannschaft wieder motorisiert. Ein K 30 wurde angeschafft. Von diesem Fahrzeugtyp gab es später noch ein Nachfolgemodell.

1975 bekam die Haasower Feuerwehr ein neues Einsatzfahrzeug - einen KLF B 1000. Dieses Fahrzeug dient bis heute* als Einsatzfahrzeug und feierte bereits 2008 sein 35. Dienstjubiläum.

 

Wegen der Grundwasserabsenkung für den Tagebau wurden Löschwasserentnahmestellen eingerichtet. Haasow billigte man fünf Standorte für Löschteiche zu.

1978 zum 50-jährigen Jubiläum wurde ein großes Dorffest organisiert und durchgeführt. Zu diesem Anlass gründete sich die Frauenlöschgruppe der Feuerwehr Haasow, die von Dieter Franke trainiert wurde. Die Funktion des Wehrleiters übernahm bis 1982 Peter Block.

Am 22. Dezember 1978 gab es das letzte große Schadensfeuer in Haasow bei einem Scheunenbrand. Unter schwierigen Bedingungen (bei minus 8 °C) konnte das Feuer unter Kontrolle gebracht werden. Die Brand--bekämpfung dauerte 10 Stunden.

Dieter Franke war von 1982 bis 1987 Wehrleiter.

Aus den 80er und 90er Jahren sind nur kleine Wald- bzw. Ödlandbrände zu verzeichnen. Die Alarmierung zu dieser Zeit gestaltete sich mitunter schwierig, denn bis 1990 gab es in Haasow nur zwei Telefone, eins im Gemeindebüro, das Andere befand sich in der Poststelle bei Seiferts. Neben den vielfältigen Brandschutzkontrollen in den Bereichen der Landwirtschaft waren immernoch auch das Stellen von Brandwachen bei den Kinoveranstaltungen im Ort oder das Bewachen des Wahllokals und der Wahlurne in der Nacht vor den Wahlen Aufgabe der Feuerwehr.

Bis 1991 war Axel Mating Wehrleiter.

Die Wende und die Wiedervereinigung im Jahre 1990 führten auch in den Feuerwehren zu grundlegenden Änderungen. Die gesetzlichen Grundlagen, Dienstvorschriften, Einsatztaktiken, Normen für Technik und Ausrüstung und vieles mehr änderten sich. Die technische Hilfeleistung kam in den Aufgabenbereich der Feuerwehr. Es folgten einige Einsätze nach Verkehrsunfällen. Der einzige große Löscheinsatz seit dieser Zeit war am 02. August 2006, als ein abgeerntetes Getreidefeld an der Kahrener Straße in Brand geraten war und sich auf ca. 10 ha ausdehnte.

Auch an die Ausbildung wurden neue Anforderungen gestellt. Seit 1992 absolvierten die Kameraden Schulungen für erforderliche Befähigungen als Truppmann, Sprechfunker, Atemschutzgeräteträger, Maschinisten, Truppführer, Gruppenführer, Zugführer und Gerätewart.

1998 feiert der größte Verein von Haasow sein 70. Jubiläum. 25 Gastwehren und zwei Spielmannszüge beteiligten sich an dem festlichen Umzug durch das Dorf. Wehrführer war seit 1991 Hartmut Jandow. Das Spritzenhaus bekam zu diesem Anlass einen neuen Farbanstrich. Zu diesem Zeitpunkt gehörten 48 Mitglieder zur Wehr, darunter sind auch 18 Frauen und fünf Ehrenmitglieder.

1999 übernahm Dieter Starick die Funktion des Wehrführers.

2004 erfolgte der Baubeginn des neuen Gerätehauses, bei dessen Bau die Haasower Kameraden selbst viele Arbeitsstunden leisteten.

2005 konnte ein Vorrüstwagen vom Typ VW T4 übernommen werden, der mit entsprechender Technik, Technische Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen ermöglicht.

 

2007 - Eine unterirdische Zisterne mit einem Fassungsvermögen von 100 m³ wurde am alten Gerätehaus errichtet um somit zwei gekündigte Löschwasserteiche zu ersetzen.

2007 wurde das neue Gerätehaus eingeweiht.

 

 

Das neue Feuerwehrgebäude (fotografiert im Mai.2009)

 

2008 - Ein TSF vom Typ VW LT35 wurde von der Feuerwehr Sergen übernommen und ersetzt den in die Jahre gekommenen B1000.

2008 - 80-jähriges Jubiläum der Haasower Feuerwehr.

Zum Festprogramm . . .

  • am 21. Juni: großer Festumzug der Feuerwehren, Pokalwettkampf der Frauen- und Männermannschaften im Löschangriff mit anschließender Siegerehrung, Tanzabend im Festzelt mit Showeinlage
  • am 22. Juni: musikalischer Frühschoppen mit dem Bergmannsorchester der Vattenfall Europe Mining AG, großes Kinderfest mit vielen Überraschungen, Ausstellung neuer und historischer Feuerwehrtechnik und vieles mehr.

2008 zählen 68 Mitglieder zur Wehr, davon 54 im aktiven Dienst. Mit 30 Kameradinnen ist der Frauenanteil sicherlich überdurchschnittlich hoch. 24 Kameraden und Kameradinnen sind unter 30 und immerhin 17 unter 25 Jahren.

 

 

 

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Neben der eigentlichen Arbei im Brandschutz und der Gefahrenabwehr gestalten die Haasower Kameraden seit Anfang der 90er Jahre auch aktiv das kulturelle Leben im Ort mit. So führen sie Pokalwettkämpfe im Rahmen des alljährlich stattfindenden Dorf- und Sportfestes durch, sie übernehmen die Absicherung der Laufstrecke bei den Haasower Waldläufen oder organisieren immer Anfang des Jahres eine Weihnachtsbaumverbrennung.

 

Amt Neuhausen/Spree

Die Niederlausitz

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Herausgeber: thepicture

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