Scheunengeschichte
Da Haasow eigentlich dem Bergbau zum Opfer fallen und abgebaggert werden sollte, zogen viele Leute weg. Als dann feststand, dass der kleine Ort erhalten bleibt, kamen die Bürger wieder. Haasow entwickelte sich zu einem gefragten Baustandort. Die Einwohner wollten sich auch sportlich betätigen. Die Haasower Familie Kollaske stellte ihr Land zur Verfügung und die vielen Freiwilligen bauten hier einen Sport- und Spielplatz. Tausende Stunden fleißiger Arbeit kamen so zusammen.
Im Jahr 2002 erklärte der Bürgermeister Dieter Schelzke: "Der Verein Schwarz-Weiß-Haasow mit 99 Mitgliedern hat sich gegründet, außerdem der Frauenverein. Unsere Fußballer spielen in der Kreisklasse. Wir liebäugeln mit dem Aufstieg in die Kreisliga. Auch die Billard-Sportler sind sehr erfolgreich. Aber jetzt mussten sich die Sportler und Sportlerinnen in einer provisorischen Baustelleneinrichtung umziehen und waschen."
Seit Jahren kämpften die Haasower um Fördermittel vom Land Brandenburg. Im November 2002 kam dann endlich der Bewilligungsbescheid.
Die Planung sah ein eingeschossiges Gebäude mit gastronomischer Einrichtung und verschiedenen Funktionsräumen für den Billard- und Gymnastiksport vor. Auch an moderne Sanitäreinrichtungen wurde gedacht. Zur Verwirklichung des Projektes muss die Gemeinde eine erhebliche Summe an Eigenanteilen aufbringen. Zur Grundsteinlegung kamen Vertreter aus Politik und Wirtschaft sowie Einwohner aus dem Dorf.
Einweihung im Februar 2004
Statt Containerbaracken nun so:
Außen in dezentem Grau, innen hellgelb. Lichtdurchflutet, schlicht und doch einladend. Die großen Fenster werden zu Logenplätzen mit Blick auf den getrimmten Rasen des Fußballfeldes. Gleich neben der Bar im Saal künden die aufgereihten Pokale von den Erfolgen des SV Schwarz-Weiß-Haasow 98. Die sanitären Einrichtungen bieten den Sportlern beste Bedingungen. Die Billardkegler haben einen eigenen Raum, der durch eine Glaswand vom Saal abgetrennt ist.
Nach Äußerung des Architekten Jürgen Friebel ist die Anlage eine Vernetzung zwischen den Außenbereichen des Branitzer Parks hin zum Klinger See und damit dem Strittmatter-Land.
Neben den Fußball- und Billardspielern nutzen die Freizeit-Volleyballer, die Gymnastikgruppe und andere Dorfbewohner diese Anlage. In der Vereinsanlage finden u.a. Mitgliederversammlungen vom Sportverein, Karneval- und Tanzveranstaltungen, Kabarettvorführungen, Weinfeste, Weihnachts-feiern und Skatturniere statt. Kneipe und Saal bieten bis zu 180 Gästen Platz. Zu den Außenanlagen gehören neben den Fußballplätzen ein großes Schachspielfeld, eine Beachvolleyballfläche, ein Rodelberg und ein Kinderspielplatz. |